Ihre Spezialisten für Schwerhörigkeit & Hörsturz

Die HELIOS-Klinik umfasst das gesamte Spektrum der audiometrischen Diagnostik, Beratung und Behandlung von Hörstörungen jeder Art – egal ob Hörsturz oder Altersschwerhörigkeit.

Die Schwerhörigkeit

Es ist eine Volkskrankheit, schlecht zu hören. In Deutschland leiden an die fünfzehn Millionen Menschen an Schwerhörigkeit. Die meisten Betroffenen sind nur leicht schwerhörig. Die Beschwerden können von leichter Schwerhörigkeit bis zur Taubheit reichen.

Leicht Schwerhörige haben z.B. Schwierigkeiten, Naturgeräusche wahrzunehmen.

Von mittlerer Schwerhörigkeit Betroffene können nur schwer einem Gespräch folgen. Menschen mit starker Schwerhörigkeit brauchen ein Hörgerät, um einem Gespräch folgen zu können.

Die Ursachen können in jedem Bereich des Ohrs liegen.

Die Symptome der Schwerhörigkeit lassen sich meistens in diese Kategorien einteilen:

Die operative Hörrehabilitation, miteingeschlossen ist dabei die Versorgung mit implantierbaren Hörgeräten und Cochlea-Implantaten (CI), ist dabei einer der Schwerpunkte des Hörzentrums in der HELIOS Klinik München West.

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Hoersturz

Ursachen der Schwerhörigkeit

Aus der Struktur des Ohres resultieren zwei Hauptursachen für Schwerhörigkeit:

erstens Schwerhörigkeit durch eine Störung der Weiterleitung des Schalls zum Innenohr (Schallleitungsschwerhörigkeit) zweitens Schwerhörigkeit des Innenohres (Schallempfindungsschwerhörigkeit).

Beide Ursachen können auch gemeinsam auftreten (kombinierte Schwerhörigkeit).

 

Nach Schweregrad beschreibt man:

  • Menschen mit leichter Schwerhörigkeit haben z.B. Schwierigkeiten, Naturgeräusche wahrzunehmen.
  • Menschen mit mittlerer Schwerhörigkeit können nur schwer einem Gespräch folgen.
  • Menschen mit hochgradiger Schwerhörigkeit brauchen ein Hörgerät, um einem Gespräch folgen zu können.

 

Die Ursachen können wie oben beschrieben in jedem Bereich des Ohrs liegen.

1. Schallleitungsschwerhörigkeit

Patienten, die von einer Schallleitungsschwerhörigkeit betroffen sind, leiden unter einer Störung der Schallübertragung im Mittel- und/oder Außenohr. Als therapeutische Maßnahmen sind Operationen mit Rekonstruktion des Mittelohres oder konventionelle oder implantierbare Hörgeräte vorgesehen.

2. Schallempfindungsschwerhörigkeit

Das Innenohr (Cochlea) oder die retrokochleären Strukturen (Hörnerv, Hörrinde) sind betroffen, so dass die neuralen Strukturen nicht gereizt werden und kein Höreindruck entsteht.


Hörsturz

Der Hörsturz ist eine plötzlich eingetretene oft einseitige Hörminderung, von unterschiedlichem Schweregrad ohne erkennbare Ursache (Strutz 2010).Nicht jeder plötzliche Verlust des Hörvermögens ist jedoch auch ein Hörsturz.

Das Gefühl bei einem Hörsturz ist, wie wenn das Ohr von einem Gegenstand verschlossen wäre. So beschreiben es viele Betroffene. Schmerzen bei einem Hörsturz gibt es nicht, jedoch können ein Ohrgeräusch, ein Druckgefühl oder eine Überempfindlichkeit des Ohres (Hyperakusis) auf einen Hörsturz hinweisen. Die Mehrheit der Patienten sind älter als 40 Jahre, ein Unterschied in der Inzidenz bei Männer und Frauen wurde nicht bemerkt.

Gemäß Tran Ban Huy gibt es für das Vorliegen eines Hörsturzes fünf Merkmale:

  • Eine sensorineurale Schwerhörigkeit (Schallempfindungsschwerhörigkeit)
  • Entwicklung der Symptome innerhalb der ersten 24 Stunden
  • Hörverlust im Tonaudiogramm
  • Ursache für den Hörsturz ist nicht erkennbar
  • Schwindelgefühl

Es wird jedoch nicht gleich ein Hörgerät gebraucht. Bei etwa der Hälfte der Patienten bildet sich die Hörminderung in den ersten 24 Stunden spontan zurück. Ein Arzt sollte so früh wie möglich aufgesucht werden, am besten in den ersten 24 Stunden nach Einsetzen der akuten Hörminderung. Oft werden entzündungshemmende Medikamente angewendet, um den Hörsturz zu behandeln.

Statistiken zum Hörsturz

  • Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen
  • 40- bis 50-Jährige sind am meisten betroffenPro Jahr erleidet etwa einer von tausend Deutschen einen Hörsturz

 


Schwerhörigkeit durch Lärmeinfluss

Eine akute Verschlechterung des Hörvermögens tritt bei Knall- oder Explosionstrauma auf. Die Lärmschwerhörigkeit entsteht akut nach z.B. einem Diskothekenbesuch oder nach chronischer Lärmeinwirkung.. Bestimmte Berufe, in denen die Ohren dauerndem starken Lärm ausgesetzt sind, sind für die Lärmschwerhörigkeit besonders anfällig:

Beispiele für Berufe mit Lärmexposition

  • Flugzeugabfertiger (bis zu 140 Dezibel! (dB))
  • Straßenbauarbeiter (120dB)
  • Fabrikarbeiter (105dB)
  • Musiker im Orchester (95dB)
  • Zahnärzte (90dB, Nähe zu Bohrern)
  • Lehrer (85dB)

Bei chronischer Lärmexposition entsteht ein Hörverlust zu Beginn in den hohen Frequenzen, der zunimmt und sich auch auf die anderen Frequenzen ausbreitet. Für Patienten mit partiellem Hörverlust oder einer hochgradigen Hörstörung im Hochtonbereich und einem relevanten Restgehör im Tieftonbereich ist die elektrisch-akustische Stimulation (EAS) , wie oben beschrieben, geeignet. Sie ist eine spezielle Form der Cochlea-Implantat-Versorgung, bei der lediglich die hohen Frequenzen elektrisch stimuliert werden, während ein Hörgerät akustisch die Schallsignale im Tieftonbereich verstärkt. Dazu kommt ein Kombinationsprodukt zum Einsatz, das ein konventionelles Cochlea Implantat mit der akustischen Einheit eines Hörgerätes verbindet.

Um die intakten Hörsinneszellen zu erhalten, werden bei der EAS-Versorgung spezielle, kurze Elektrodenträger in die Hörschnecke eingeführt und atraumatische, hör- und strukturerhaltende chirurgische Techniken angewandt. Die Frage nach der erforderlichen Länge ist je nach Patient verschieden und erfordert eine umfangreiche, individuelle Analyse der Schallverarbeitung. Die Technik ist bei Erwachsenen etabliert und wird seit Jahren an unserem Zentrum durchgeführt.


Altersschwerhörigkeit

Bei der Altersschwerhörigkeit wirken altersbedingte Verschleißerscheinungen auf den Hörnerv, das Hörzentrum und die Sinneszellen im Ohr. Durch die schlechtere Durchblutung der Blutgefäße sterben die Sinneszellen langsam ab. Die meisten Schwerhörigen sind über 70 Jahre und älter.
Als Therapie werden konventionelle oder implantierbare Hörgeräte empfohlen. Diese unterscheiden sich in der Art der Schallweiterleitung:
Das Prinzip aller konventionellen Hörgeräte ist die Aufnahme von Umgebungsgeräuschen über ein Mikrofon, deren Umwandlung in elektrische Signale zur Verarbeitung und Verstärkung sowie ihre akustische Rückübertragung auf das Ohr als Schall-Energie.
Im Gegensatz zu den konventionellen Hörgeräten werden bei den implantierbaren Hörgeräten die verstärkten elektrischen Signale nicht in Schall-Energie, sondern in mechanische Vibrationen gewandelt und auf die Gehörknöchelchenkette oder den Schädelknochen direkt übertragen. Hierzu verfügen implantierbare Hörgeräte über einen speziellen elektromechanischen Wandler. Im Vergleich zu konventionellen Hörgeräten versprechen sie vor allem eine bessere Klangqualität und Spracherkennung.


Kombinierte Schwerhörigkeit

Von kombinierter Schwerhörigkeit spricht man, wenn Schallempfindung- und Schallleitungsschwerhörigkeit gemeinsam auftreten.

Was ist zu tun, wenn ein Hörgerät im Alltag nicht mehr ausreichend ist?

Das Cochlea-Implantat (CI) ist eine teilimplantierbare elektronische Hörprothese, die bei defekten Haarzellen im Innenohr deren Funktion ersetzt und damit auch hochgradig schwerhörigen oder tauben Patienten eine Hörempfindung ermöglicht. Dabei wird der Hörnerv durch elektrische Reize so stimuliert, dass ein Höreindruck entsteht. Die fortschreitende Miniaturisierung hat es ermöglicht, dass Mikrofon, Stromversorgung und Sprachprozessor in einem kleinen Gehäuse hinter dem Ohr getragen werden können.


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HELIOS Klinikum München West
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Steinerweg 5, 81241 München
Telefon: 089-8892-2319

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Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Stark, Chefarzt